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Juvenile
Meningitis, Artheriitis/Mengingitis, Steroid-responsive Meningitis,
Beagle-pain syndrom,....
allein diese Worte tönen unheilvoll. Wie auch immer die Krankheit
genannt wird,
auch der sonst so robuste Nova Scotia Duck Tolling Retriever wird
davon nicht verschont.
Was ist dies für eine Krankheit, von der wir nicht einmal
den Namen richtig wissen ?
Wir
nehmen an, dass es ich um eine Jugendkrankheit handelt,
die vor allem zwischen
vier und sieben (Frühpubertät) und zwischen sechzehn
und zwanzig Monaten (Spätpubertät)
auftritt, selten auch bis zweijährig. Ob es sich um eine
vorübergehende Störung im Immunsystem handelt
oder ob doch ein Erreger von aussen, z.B. Zecken dafür verantwortlich
sind, ist leider noch nicht klar.
Eigentliche
Auslöser können kleine Unfälle, Insektenstiche,
eine besonders grosse Anstrengung
oder Stresssituation, Wachstumsschübe, hormonelle Entwicklungsphasen,
unangemessenes Impfen oder eine an sich harmlose Viruserkrankung
sein.
Die
allerersten Symptome sind häufiges Gähnen (wie bei Halsweh),
häufiges,
vorsichtiges Kopfschütteln (wie bei Ohrenweh), Unruhe und
andauerndes Kratzen.
Dann folgt der eigentliche Anfall: Abgeschlagenheit und Traurigkeit,
Schmerzen und Fieber (ca. 39.5°).
Einige Toller haben ganz kalte Gliedmassen. Der so erkrankte Toller
bietet ein Bild des Jammers.
Er zittert und schreit auf oder weicht aus, wenn man ihn berührt.
Auch Fiebermessen schmerzt ihn, d.h. das Heben der Rute. Meistens
will er nicht fressen und trinken,
weil er den Kopf nicht senken kann. Oft hat er einen steifen oder
eigenartig langsamen Gang
aber selten lahmt er richtig. Er hat häufig Mühe, sich
hinzusetzen oder hinzulegen,
weil ihm jede Bewegung weh tut.
Die
Anfälle können vorerst mild verlaufen, d.h. die Symptome
kommen und gehen,
werden schwächer und wieder stärker. Zwischen den Anfällen
scheinen die Toller in Topform zu sein!
Oft
stellt der Tierarzt eine Verdachtsdiagnose auf ein Trauma in der
Halswirbelgegend,
im Rücken, auf ein Nierenproblem oder eine Verschleppung
einer Viruskrankheit.
In der letzten Zeit sind jedoch die meisten Tierärzte mit
der Krankheit konfrontiert worden.
Wie
eingangs erwähnt, sind Nova Scotia Duck Tolling Retriever
grundsätzlich robuste Kerle,
und es besteht kein Grund, sich Sorgen zu machen. Doch sollte
Ihr Hund die oben aufgeführten Symptome zeigen, handeln Sie
ruhig und überlegt. Als erstes besorgen Sie sich gleichentags
einen Termin beim Tierarzt
oder direkt beim Akupunkteur oder Osteopathen. Bis dahin helfen
Sie sich selber (um ruhig zu bleiben)
und dem Hund mit Dr. Bachs Notfalltropfen.
Beschreiben
Sie dem Tierarzt ganz genau die Symptome, die Sie beobachtet haben.
Ich bitte Sie dringend, mich zu informieren, wenn Ihr Hund an
Meningitis erkranken sollte.
Als Mitarbeiterin der Internationalen Arbeitsgruppe TOLLER
HEALTH & GENETIC" ist es meine Aufgabe,
alle erkrankten Toller zu erfassen und über Krankheitsverlauf,
Therapie und Heilung Buch zu führen.
Falls Ihr Hund Medikamente bekommt, erkundigen Sie sich genau
danach und schreiben Sie die Marke auf.
In
vielen Ländern werden noch heute an Meningitis erkrankte
Toller euthanasiert.
In der Schweiz haben sich Tierärzte und Hundebesitzer
von Anfang an gegen eine solche radikale Lösung gestemmt.
Die erkrankten Tiere konnten rasch und sogar teilweise ohne Medikamente
geheilt werden.
Dies nicht zuletzt dank einer erfolgreichen Behandlung oder Nachbehandlung
durch Akupunktur oder Osteopathie,
was wir wärmstens empfehlen.
Insgesamt
sind bis jetzt in der Schweiz etwa 15 Toller an juveniler Meningits
erkrankt.
Die Hunde wurden unterschiedlich therapiert, sind aber heute alle
gesund.
Haben
Sie Vertrauen in Ihren Tierarzt und seien Sie zuversichtlich,
Toller sind nicht so leicht unterzukriegen.
Sehr bald wird auch Ihr kleiner Rotfuchs wieder der gewohnte Wildfang
sein.
Weitere
Fragen beantworten wir gerne per e-mail
oder per Telefon: 032 863 17 03
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