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BARF- der Weg zur natürlichen Fütterung
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| Tischreste schaden unseren Hunden. Knochen machen sie krank. Von rohem Fleisch werden sie aggressiv... Tierärzte und Dozenten argumentierten überzeugend, dass nur mit industriell hergestelltem Futter unsere Heimtiere gesund und ausgewogen ernährt werden könnten. Also haben wir im Laufe der Jahre verschiedene Marken und Produkte verglichen, und nach bestem Wissen und Gewissen ausgewählt. Die Hunde haben das Futter angenommen und offensichtlich normal verdaut. Es hat keinen Spass gemacht, einen Futterbrei aus dem Sack anzurühren, genausowenig wie einen Messbecher voll Trockenfutter in die Hundeschüssel zu kippen. Wir setzten daher täglich etwas Frisches hinzu, wenigstens z.B. einen Apfel, eine Möhre und ein wenig Yoghurt. Immer mehr störte uns die Aufschrift auf den Dokumenten zu den Futterlieferungen: Wichtiger Hinweis : Darf nicht an Nutztiere verfüttert werden ! |
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Was setzten wir unseren Hunden vor, was Schweine oder Hühner nicht fressen durften ? |
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Heute barfen wir so selbstverständlich und unkompliziert, als würden wir Futter aus der Tonne verabreichen. Wir füttern nach Saison und Angebot. Immer häufiger beherbergen wir vierbeinige Feriengäste, die ebenfalls auf die natürliche Ernährung umgestellt wurden. Gelegentlich verweigert ein Hund den Gemüsebrei. Mit einem kleinen Appetitanreger lassen sich auch heikle Gäste überlisten: Ein wenig Tischresten (z.B.ein Löffel Bratensauce) oder eine Gabel voll Thon oder ein halbes Wienerli dem Gemüse und den Früchten beigemixt, stösst auf wohlwollendes Interesse bei manch einem verschleckten Vierbeiner. Oder wie wär's mit einer Garnitur ? Über den Brei einige Cornflakes oder Frühstücksmüesli oder einen Teelöffel geriebenen Parmesan streuen, mmh ! Zwei Esslöffel Risotto vom Vortag einrühren oder eine halbe Scheibe fein gehackten Schinken... Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Hat man gar nichts im Haus, was verführend wirken könnte, bleibt immer noch die Salatsaucen-Variante: Obstessig und Knoblauch (ohne Keim) zum Gemüse mixen, anrichten, mit dem Löffel eine kleine Vertiefung in den Brei drücken und Olivenöl hineingeben. |
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BARF - Wie natürlich ist natürlich ? In den letzten Jahren hat sich die BARF-Idee weltweit lawinenartig verbreitet. Niemand kann die Vorteile der natürlichen Fütterung in Abrede stellen und schon gar nicht den Barfern die Freude daran nehmen. Wen wundert's, dass auch in diesem Bereich ein Markt entdeckt wurde, der bestens floriert, obwohl er im Grunde der artgerechten, natürlichen Fütterung widerspricht. Die während Jahrzehnten etablierte Gewohnheit, die Hunde regelmässig mit abgemessenen Mengen zu füttern, hält sich hartnäckig. Genau so wie die fixe Idee, unbedingt Futterzusätze wie Vitamine und Spurenelemente zu verabreichen. Hier wird ein Pülverchen, dort ein Wässerchen gekauft, damit Fifi um Gotteswillen ja nicht auf einmal an Mangelerscheinungen leidet. Ein Hund, der viel Fleisch und marktfrisches Gemüse und Obst aus ökologisch guter Herkunft bekommt, wird mehr als ausreichend mit allem Notwendigen versorgt. Jeden Tag kaltgepresstes Oel mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist gesünder als künstliche Zusätze. Im Winter öfters Wirz und Sauerkraut, im Frühling Brennesseln und Löwenzahn nützen mehr als eine teure Packung XY aus dem Reformhaus. Nur Krankheiten oder besondere Umstände wie extremer Haarwechsel, Trächtigkeit, Laktation, Jagdtage, stundenlange Wasserarbeit, eisige Kälte, schlechte Verwertung infolge sehr hohen Alters usw. rufen ein Bedürfnis an Nahrungszusätzen nach sich. - - - - - Der Hund ist eigentlich ein Allesfresser aber in erster Linie doch ein Fleischfresser. Achten Sie darauf, dass der Anteil Knochen im Verhältnis zum Fleisch mindestens ein Drittel, eher mehr beträgt, da Ihr Toller wahrscheinlich keine ganzen Beutetiere einschliesslich, Fell, Federn und Eingeweide zu fressen kriegt. Lassen Sie ihn natürliche Enzyme aufnehmen, indem Sie ihm ein Stück ungewaschenen (stinkenden) Pansen von Rind, Ziege oder Schaf anbieten. Stören Sie sich nicht daran, wenn er Knochen vergräbt und erst ausgräbt und frisst, wenn die Zersetzung angefangen hat. |
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Barfen Sie sorglos
Füttern Sie die schneller zubereitete Mahlzeit dann, wenn Ihnen wenig Zeit zur Verfügung steht. Machen Sie sich kein Gewissen, wenn Sie mal keine Zeit zum Füttern haben. Es schadet Ihrem Hund nicht, wenn Sie ab und zu Ihre gekochte Mahlzeit mit ihm teilen. Lassen Sie sich nicht von Futterplänen verwirren, ebensowenig von der Werbung für Zusätze, Sie kochen für Ihre Familie auch nicht mit der Ernährungstabelle in der Hand. Leben Sie natürlich denken Sie natürlich füttern Sie natürlich ! |
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